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Zusatzinformationen

Stadtwald

Forstbetriebliche Grunddaten

Betriebsfläche 1.493 ha 
Höhenlage 270 bis 490 m üNN 
Mittlere Lufttemperatur 7,0 bis 7,5 ° C 
Durchschnittlicher Niederschlag 630 bis 790 mm 
Grundgestein Unterer Muschelkalk mit kleinen Flächen auf Kalkton, Lößlehm bzw. Lehm 
Wuchsgebiet Meininger Muschelkalk
überwiegend vorkommende Waldgesellschaften Reinbestände an Kiefer (186 ha), Fichte (207 ha), Buche (35 ha), Mischbestände mit Nadel- und Laubholz 
Personalausstattung 2 Forstwirte

 

Forstbetrieb

Der Stadtwald Meiningen wird von der Stadt Meiningen seit 01.06.1994 wieder selbst bewirtschaftet. Grundlage für die Bewirtschaftung sind die am 06.05.2003 vom Stadtrat Meiningen beschlossenen und am 04.01.2011 bestätigten Betriebsziele für den Stadtwald Meiningen. Die Stadt Meiningen bewirtschaftet ihren Wald nach den Richtlinien des Forest Stewardship Council ® (FSC®) für Deutschland.

Ein Vertrag über die forsttechnische Leitung und dem forsttechnischen Betrieb mit dem Thüringen Forst – Anstalt des öffentlichen Rechts – und die Mitgliedschaft in der Forstbetriebsgemeinschaft Herpf sichern die fachliche Betreuung des Waldes.

Holzvermarktung

Rundholzverkauf
Die jährliche Holzeinschlagsmenge wird an eine Vielzahl von Sägewerken, Furnierwerken oder an die Holzwertstoff- und Papierindustrie vermarktet.

Brennholzverkauf
Holz ist ein umweltfreundlicher und CO2-neutraler Brennstoff, der auch im Stadtwald Meiningen zu erhalten ist.

Ansprechpartner ist die
Forstbetriebsgemeinschaft Herpf
Kirchgasse 6
98617 Meiningen OT Herpf
E-Mail: fbg-herpf@web.de

und der Revierleiter: Herr Weibrecht, Tel: 0172/3480374

Zur Beachtung:
1 Raummeter (rm) entspricht einem Holzstoß in Würfelform mit 1 m Kantenlänge
1 rm Buche hat einen Heizwert von ca. 2.400 kWh, das entspricht ca. 240l Heizöl.

Jagd

Zum Wald gehört Wild. Auch im Stadtwald Meiningen finden wir Rehe, Wildschweine, Hasen und Füchse. Die Wildbestände sollen so reguliert werden, dass die natürliche Verjüngung der Baumarten ohne Hilfsmittel, d.h. ohne Schutzzaun möglich wird. Hierzu bedarf es einer engen Zusammenarbeit zwischen den Revierleitern, den Jägern und dem Waldbesitzer. Die Stadt Meiningen hat die Ausübung der Jagd im Stadtwald an einheimische Jäger verpachtet.
Es bestehen 5 Eigenjagdbezirke mit einer Gesamtfläche von ca. 1.264 ha.

Forstgeschichte

6. Jh.  Besiedlung des Werratals durch einwandernde Franken
bis 12. Jh Schlechter Waldzustand durch Raubwirtschaft, fehlende Pflege und versäumte Nachpflanzung
1341  Bischof Otto II. von Wolfstehl schenkt der Stadt die Haßfurtwaldung
1745-1768           Dank Bürgermeister Derk wird dem Wald wieder Achtung geschenkt, Aufforstung in der Kalten Staude durch Kiefernsaat
1801-1843          Bestehen der Forstakademie in Dreißigacker und damit verbunden eine Verbesserung der forstwirtschaftlichen Verhältnisse
1808-1815          Aufnahme und Taxation des städtischen Waldes durch Herrle, 366 ha
1815   Übergang zur planmäßigen Bwirtschaftung, schlagweise Hauung, natürliche Verjüngung und Lückenbepflanzung
1839 bis zum Beginn 20.Jh.  Aufforstung im Umfang von ca. 700 ha
1933    Beginn der Umwandlung der Fichten- in Mischbestände
1933 - 1945        Verzögerung des Waldumbaues durch häufigen Personalwechsel und erhöhten Holzbedarf während des Krieges
1952  Übergang des Stadtwaldes in Volkswald
1958      Der Nadelholzanteil beträgt noch 95 % der Fläche
bis 1990            Bewirtschaftung durch den Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb der DDR
1952 - 1978    Beginn der Umwandlung der Fichtenbestände in Mischbestände
1990  Vergrößerung des Stadtwaldes um ca. 300 ha durch die Eingemeindung der Gemeinde Dreißigacker
1994  Rückführung des Stadtwaldes in das Eigentum der Stadt Meiningen, Bewirtschaftung mit Unterstützung des Thüringer Forstamtes Meiningen
2002 Der Stadtrat beschließt den Stadtwald nach den Richtlinien des FSC für Deutschland zertifizieren zu lassen
2003

Der Stadtrat beschließt die Betriebsziele für die Bewirtschaftung des Stadtwaldes

2004 25.02.2004 Verleihung des FSC® -Zertifikates
2009 Rezertifizierung und Fortführung der Zertifizierung bis 24.02.2014
2010 Vergrößerung des Stadtwaldes um ca. 600 ha durch die Eingemeindung der Gemeinde Herpf
2012 Der Stadtrat beschließt, den gesamten Stadtwald gemeinsam mit anderen Waldbesitzern in der Forstbetriebsgemeinschaft Herpf zu bewirtschaften
2014 Rezertifizierung, Zertifizierung bis 2019