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Das Tagebuch der Anne Frank

Kammeroper von Grigori Frid
17.02.2017
20:00 Uhr
Meininger Theater, Kammerspiele

Das Tagebuch der Anne Frank ist zuallererst ein Dokument des Erwachsenwerdens eines Mädchens. Ein Dokument des erwachenden Lebens und der ersten Liebe. Das Schicksal, das Anne widerfuhr, macht es zu einem einzigartigen geschichtlichen und menschlichen Zeugnis.

Die deutsch-jüdische Familie Frank, die vor den Nazis aus Frankfurt am Main nach Amsterdam emigrierte, taucht während der Okkupation der Niederlande durch die Deutschen im engen Hinterhaus eines Kontorgebäudes in Amsterdam unter. Mit ihnen leben dort auch noch die Familie van Pels und der Zahnarzt Fritz Pfeffer. Anne wird als zwölfjähriges Mädchen radikal aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen und lebt fortan über zwei Jahre in einer ständigen Ausnahmesituation. Innerhalb kürzester Zeit ist die dünne Schicht von Kultur und Zivilisation abgetragen und Barbarei, Terror und Angst bestimmen den Alltag der Menschen in vielen europäischen Ländern. Trotzdem klingt aus Annes Tagebuch die Stimme der Menschlichkeit und Hoffnung, die sie niemals aufgegeben hat. Auch nicht, als das Versteck verraten wird und seine Bewohner die Deportationszüge nach Auschwitz besteigen müssen. Auch nicht, als sie und ihre Schwester schließlich im Konzentrationslager Bergen-Belsen an Typhus erkranken. Anne Frank starb vor siebzig Jahren, Ende März 1945 – kurz bevor amerikanische Truppen das Lager in Bergen-Belsen befreiten.

Der russische Komponist Grigori Frid las Annes Tagebuch kurz nach seiner Erstveröffentlichung in der UdSSR und schuf daraus ein Musiktheaterwerk für den Moskauer Jugendtheaterclub, das 1972 uraufgeführt wurde und seither an vielen Theatern rund um den Erdball die Erinnerung an Annes Schicksal wachhält.



Anne: Carolina KrogiusMit: Arina Maljuga, Virginia Breitenstein Krej?ík, Hannelore Zimmlinghaus, Musikalische Leitung: Mario Hartmuth, Regie: Patric Seibert, Bühnenbild & Kostüme: Janine Hoffmann