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Ausstellung: Sehnsuchtsort Berge - Gebirgsbilder von Ernst Adolf Schaubach und Carl Wagner

21.05.2017 bis 25.02.2018

In einer Zeit, als noch vielen Reisenden die Alpen als abstoßend und „hässliche Steinhaufen“ galten, entdeckten zwei Meininger ihre Liebe zum Hochgebirge. Ihre dortigen Eindrücke hielten sie auch in Bildern fest. Der eine, Ernst Adolf Schaubach (1800 – 1850), war in seiner Heimatstadt als Lehrer tätig. Zwischen 1824 und 1847 erkundete er auf zehn ein- und zweimonatigen Hochgebirgsreisen nahezu die gesamten Ostalpen. Dabei entstanden zahlreiche Aquarellbilder und –panoramen. Den Beinamen „Alpenschaubach“ verdankt er jedoch seinem literarischen Hauptwerk: Zwischen 1845 und 1847 erschienen in fünf Bänden „Die deutschen Alpen“. Das Buch wurde ein Klassiker der populärwissenschaftlichen Alpinliteratur.
Bei dem anderen handelt es sich um den Landschaftsmaler und Radierer Carl Wagner (1796 – 1867). Dieser hielt die Berge in Ölbildern, Aquarellen, Radierungen und Kohlezeichnungen fest. Die bildnerische und literarische Hinterlassenschaft beider gibt einen kulturgeschichtlichen Einblick in jene Zeit, bevor das europäische Hochgebirge durch Alpenvereine und Gipfelstürmer des späteren 19. Jahrhunderts gänzlich erschlossen wurde.