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Dantons Tod

Schauspiel von Georg Büchner ab 15 Jahren
09.06.2018
19:30 Uhr

Die Französische Revolution tobt und das Volk leidet unter der anhaltenden Schreckensherrschaft.

Danton war einst treibende Kraft der Revolution und kämpfte mit seinem Gegenspieler Robespierre um die Hoheit der gewaltsamen Auseinandersetzungen. Jetzt ist er der Revolution und des Lebens überdrüssig und sucht nun seine Ruhe im Müßiggang, im Abstand zu den Ereignissen, in der Entfernung zur Politik und im Schoß von Frauen. Noch einmal lässt er sich zum Streitgespräch mit seinem Kontrahenten über den Sinn und die Bedeutung der Revolution bewegen: Was kann und soll diese erreichen? Der siegreiche Robespierre verhängt schließlich das Todesurteil über Danton, da man ihm vorwirft, mit den Feinden der Revolution konspiriert zu haben. In völliger Lethargie nimmt Danton sein Schicksal an; er wehrt sich nicht und flieht auch nicht. Zudem glaubt er nicht an die Vollstreckung des Todesurteils durch das Revolutionstribunal, dem er einst vorgestanden hatte. Für Danton hat die Revolution ihre Ideale verraten und sich in puren Terror verwandelt. Das Individuum kann dem Durcheinander der revolutionären Entwicklung nichts entgegnen. Georg Büchner bezeichnet diesen Zustand als „Fatalismus der Geschichte“.

In nur 5 Wochen und unter großem politischem Druck schrieb Büchner im Jahre 1835 sein Drama „Dantons Tod“, da ihm aufgrund der Publizierung der revolutionären Flugschrift „Der Hessische Landbote“ die Verhaftung drohte. Eine erste Veröffentlichung des Dramas erfolgte noch im selben Jahr, jedoch mit dem verfälschten Untertitel „Dramatische Bilder aus Frankreichs Schreckensherrschaft“. Die strenge Zensur konnte jedoch nur überwunden werden, indem viele Stellen der Darstellung „abgemildert“ wurden. Das Stück kam erst zu Beginn des Jahres 1902 in Berlin zur Uraufführung. Heute zählt „Dantons Tod“ zu den wichtigsten Geschichtsdramen im deutschsprachigen Raum.

Matinee Vor der Premiere: Dantons Tod
06. Mai 2018 __ 11.15 Uhr


Danton: Anja LenßenLegendre: Renatus ScheibeCamille Desmoulins: Phillip Henry BrehlLacroix: Vivian FreyRobespierre: Björn BoreschSt. Just: Michael JeskeBarère: Renatus ScheibeCollot d?Herbois: Hans-Joachim RodewaldHerman, Präsident des Revolutionstribunales: Matthias HeroldThomas Payne: Sven ZinkanMercier: Hans-Joachim RodewaldSimon, Souffleur: Peter BernhardtWeib Simons: Ulrike WaltherJulie, Dantons Gattin: Carla WitteLucile, Gattin des Camille Desmoulins: Mira Elisa GoeresRosalie, Grisette: Carla WitteMarion, Grisette: Evelyn Fuchs, Regie: Tobias Rott, Bühne: Susanne Füller, Kostüme: Kerstin Jacobssen, Dramaturgie: Bernhard Henning