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Gedenkveranstaltung für die Opfer der Reichspogromnacht

25. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur
09.11.2017
12:00 Uhr
Ehemalige Synagoge | Mauergasse

mit einer Andacht der evangelischen Kirchgemeinde und einer Ansprache des Bürgermeisters

Während des Novemberpogroms wurde die Meininger Synagoge (Foto) durch einen Brandanschlag stark beschädigt; die Gebäuderuine wurde wenig später abgerissen. Etwa 90 jüdische Männer aus Meiningen und der nahen Umgebung wurden verhaftet und ins KZ Buchenwald verbracht; drei Meininger Juden fanden hier den Tod. Die in Meiningen verbliebenen jüdischen Bürger wurden bald in ein „Judenhaus“ zwangseingewiesen; hier verblieben sie bis zu ihrer Deportation am 10. Mai 1942. Von den insgesamt ca. 160 deportierten Juden Meiningens sollen fast alle in den NS-Lagern ermordet worden sein; das Schicksal von weiteren 90 jüdischen Bewohnern ist bis heute ungeklärt. Nur insgesamt zehn der Deportierten kehrten nach Kriegsende nach Meiningen zurück.

Foto: Die Synagoge in Meiningen um 1895