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Hoffmanns Erzählungen

Fantastische Oper in fünf Akten von Jacques Offenbach In deutscher Sprache Libretto von Jules Barbier nach dem Drama von Jules Barbier und Michel Carré Fassung von Michael Kaye und Jean-Christophe Keck
17.09.2017
15:00 Uhr

Dichter Hoffmann steckt in einer Lebens- und Schaffenskrise: Er ist unglücklich verliebt in Stella, die Sängerin der Donna Anna aus „Don Giovanni“, auf die es auch sein Widersacher Lindorf abgesehen hat. Vor lauter Liebesleid kann er schon seit Wochen kein Wort mehr zu Papier bringen. Während im Theater nebenan Mozarts Oper gegeben wird, betrinkt sich Hoffmann in Lutters Weinstube. Die Anwesenden sind schon gespannt, eine neue Erzählung des Dichters zu hören. Seine Liebe zu Stella liefere sogar Stoff für drei Geschichten, denn Stella verkörpere drei Frauen in einer – und so erzählt er von seinen unglücklichen Liebschaften mit der Automate Olympia, mit der kranken Sängerin Antonia und mit der Kurtisane Giulietta.

Die französischen Dichter Jules Barbier und Michel Carré verfassten 1851 das Schauspiel „Les Contes d’Hoffmann“, dessen Hauptfigur dem deutschen Dichter E.T.A. Hoffmann nachempfunden ist und das verschiedene Erzählungen Hoffmanns aufgreift. Jules Barbier lieferte auch das Libretto zu Jaques Offenbachs fantastischer Oper gleichen Namens, deren Entstehung von heftigen äußeren Hindernissen gezeichnet war. Zudem war Offenbach schwer krank; die Uraufführung 1881 erlebte er nicht mehr. Bis zu seinem Tod am 5. Oktober 1880 hatte er an der Oper komponiert; er hinterließ kein unvollendetes Werk, allerdings zahlreiche Varianten und Fassungen. Dieser Zustand führt bis zum heutigen Tag dazu, dass die einzelnen Teile der Oper immer wieder neu zusammen gestellt, umgestellt, gestrichen und andere oder gar Fremdkompositionen eingefügt wurden, sodass keine Produktion der anderen gleicht. Der Zuschauer weiß zu Beginn der Aufführung nie, wie der Abend ausgeht, obwohl „Hoffmanns Erzählungen“ zum Standardrepertoire gehört.



Hoffmann: Scott MacAllisterLa Muse / Nicklausse: Carolina KrogiusOlympia: Monika ReinhardGiulietta: Elena PusztaAntonia: Elif AytekinSpalanzani: Xu ChangCrespel: Mikko JärviluotoLindorf / Coppélius / Dapertutto / Dr. Miracle: Daniel PannermayrAndrès / Cochenille / Pitichinaccio / Frantz: Stan MeusNathanael: Sangjun LeeLuther: Lars KretzerHermann: Jacob KincaideStimme der Mutter aus dem Grab: Christiane SchröterSchlemihl: Thomas LülligChor des Meininger Staatstheaters, Meininger Hofkapelle, Musikalische Leitung: Chin-Chao Lin, Regie: Christian Poewe, Bühnenbild: Christian Rinke, Kostüme: Tanja Hofmann, Chor: Martin Wettges, Dramaturgie: Anna Katharina Setecki