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Medea

Tragödie einer Verleumdung Textcollage nach Euripides u. a. ab 14 Jahren
04.11.2017
20:00 Uhr
Meininger Theater, Kammerspiele

„Ich verachte Dich. Ich empfinde für Dich nur noch Verachtung. Deshalb liebe ich Dich nicht mehr. Ich verachte Dich. Und wenn Du mich anrührst, wird mir übel.“
(Jean-Luc Godard)

Die Liebe ist unmöglich festzuhalten. Die Liebe ist ein Wagnis ohne Sicherheitsnetz. Medea und Jason versprechen sich, einander zu lieben – für immer. Medea hat in Jason denjenigen gesehen, für den sie bereit war, die Familie zu verraten und die Heimat zu verlassen, um mit dem sagenumwobenen Goldenen Vlies im Gepäck mit ihm in die Fremde zu gehen. Doch das gemeinsame neue Leben ist ganz anders als die romantische Projektion. Wie können wir, Unterschiedliche, zusammen leben? Wie können wir zusammen lieben? Und was geschieht, wenn die Liebe aufhört und das Trennende überdeutlich wird. Wenn Hass, Verachtung, Missgunst an ihre Stelle treten. Wenn wir unsere Identität für die Liebe hingegeben haben und wir plötzlich wieder zurückgeworfen sind auf uns selbst. Was ist dann möglich? Alles! Auch der Mord derjenigen, die uns am liebsten sind.



Mit: Ulrike Walther, Oliver Schwieger (Cello), Regie: Patric Seibert, Dramaturgie: Gabriela Gillert, Bühnenbild & Kostüme (Idee): Patric Seibert, Bühnenbild: Helge Ullmann, Kostüme: Marie Liebig