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Soiree: Carl Wagner ganz persönlich

Über das tragische Leben des Meininger Hofmalers
14.02.2018
19:00 Uhr

Soiree mit Ralf Martius, Kirchberg, Nachkomme von Carl Wagner in 5. Generation,
Moderation Winfried Wiegand, Direktor der Meininger Museen

„Manchmal regt sich jetzt doch eine außerordentliche Sehnsucht nach den Alpen bey mir und vielleicht kann ich nächsten Sommer dießelbe auf kurze Zeit befriedigen“, notierte der Maler, Zeichner und Radierer Carl Wagner am 5. Juni 1832 in sein Tagebuch. Erst 1835 erfüllte sich diese Sehnsucht. Die Ausstellung „Sehnsuchtsort Berge – Gebirgsbilder von Ernst Adolf Schaubach und Carl Wagner“ berichtet unter anderem darüber. Das Tagebuch von Carl Wagner ist in den Sammlungen der Museen erhalten, es wird in der Ausstellung gezeigt. Wagners Notizen geben über viele Details seines oft tragischen Alltags authentisch Auskunft, vorrangig über die Jahre 1831 und 1832. Ralf Martius hat die Aufzeichnungen seines Vorfahren akribisch ausgewertet. Meininger Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Eintragungen, so auch ein Kommentar zu einem bekannten Gemälde, das eine Stadtansicht Meiningens von Südosten zeigt: „30.1.1832 – …ich male jetzt an meinem Meiningen doch ich kann nicht sagen mit besonderer Lust. Gestern erhielt ich durch die Herzogin Mutter 20 Louisdor in Gold aus England, mir sehr willkommen, da ich jetzt allerley Geld zum Schlachten und große Gesellschaft geben, brauche – Die Königin war mit meinen Bildern sehr zufrieden, u. ließ mir sagen ihr nun bestimmt jedes Jahr 2 Bilder zu senden.“

Eintritt: 3,50 € / 2,50 €