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Zusatzinformationen

Historische Orte

Begeben Sie sich auf einen Stadtrundgang und lernen Sehenswürdigkeiten und historische Orte kennen.
Stadtkirche
© www.foto-ed.de  
Stadtkirche

Der Marktplatz wird von der Stadt- oder Marienkirche „Unserer lieben Frauen“ mit ihren beiden 50 m aufragenden Türmen dominiert.
In den Fundamenten birgt sie die ältesten baugeschichtlichen Zeugen im Stadtgebiet von Meiningen. Hier wurden Bauteile aus der Zeit um das Jahr 1000 gefunden. Von diesem romanischen Vorgängerbau zeugen der untere Teil des Nordturmes und der Türklopfer an der linken Innentür des Haupteingangs. Die Geschichtsschreibung bringt den ersten Bau der Kirche mit Kaiser Heinrich II. (973-1024) in Verbindung, ohne jedoch seinen Einfluss schlüssig beweisen zu können. Im 15. Jahrhundert erforderte die wachsende Stadtgemeinde den Bau einer größeren Kirche, der im Stil französischer Kathedralen begonnen, jedoch nicht vollendet wurde. Der Chor erhielt von 1443 bis 1455 seine Wölbung mit den Bildern und Wappen auf den Schlusssteinen.
1544, unter der Herrschaft Georg Ernst von Henneberg, wurde das Gotteshaus zur evangelischen Stadtkirche reformiert.
Die Kirche wurde über Jahrhunderte umgebaut, ohne dass eine gestalterische Einheit erreicht werden konnte. 1884-89 erfolgte eine große Umgestaltung. Das Kirchenschiff wurde völlig erneuert, der Südturm versetzt und dem Nordturm (1594) architektonisch angepasst, sowie die farbige Ziegeldeckung aufgebracht.
Im Herbst 1989 diente die Stadtkirche als Ort der sich formierenden Opposition gegen das politische Regime der DDR.

Geistliche Musik, der Orgelsommer und Weltmusikkonzerte gehören zum ganzjährigen Veranstaltungsprogramm der Kantorei.

Kruzifix im Altarraum: aus der Schule von Veit Stoß (um 1500).
Steinerne Madonna (14.Jh.): Kaiser Ludwig IV. und Bischof Otto II. von Würzburg überreichten der Kirchgemeinde die kostbare Skulptur anlässlich eines Besuches.
Kreuzpfennig: am äußeren nordöstlichen Strebepfeiler des Chores; verkantet eingefügtes Abbild einer Würzburger Bischofsmünze; verweist auf die fast 400jährige Zugehörigkeit Meiningens zum Bistum Würzburg
„Reger-Orgel“: zu Ehren des ehemaligen Hofkapellmeisters (1911-1914) Max Reger
Gotische Kirchenfenster: im Altarraum beim Bombenangriff 1945 zerstört; 1961 zum Teil vom Berliner Künstler Gerhard Olbrich mit Darstellungen von Szenen der Offenbarung Johannes "Christus als Weltenrichter" neu gestaltet

Besichtigung: 01. Mai bis 31.Oktober
Di bis Fr 10:00 - 17:00
Sa 10:00 - 14:00
So ab 11:30
außerhalb dieser Zeit kann ein Termin im Pfarramtsbüro vereinbart werden.

Heinrichsbrunnen
© Szyszka, Erfurt 
Heinrichsbrunnen

Von Herzog Georg II. 1872 auf eigene Kosten errichteter Zierbrunnen mit drei Etagen und einer lebensgroßen Sandsteinplastik, die Kaiser Heinrich II. darstellen soll
Acht Löwenköpfe speien Wasser in den Brunnentrog und vier sitzende Löwen halten Wappenschilder mit dem Meininger Stadtwappen und dem Wappen des Herzogtums Sachsen-Meiningen.
Mit seiner Idee für die Gestaltung des Brunnens folgte der Herzog den damals bekannten, jedoch nicht verbürgten Ergebnissen der Geschichtsschreibung, die Kaiser Heinrich II. (973-1024) die Initiative für den Bau der Stadtkirche zuschrieb.
Sehr wahrscheinlich jedoch hat sich Heinrich II. als frisch gekrönter ostfränkischer König während einer Huldigungsreise auf dem Königsgut Meiningen aufgehalten.
Der Heinrichsbrunnen wurde 1998 saniert.

Hartungsches Haus Hartungsches Haus

Das aus dem Jahr 1603 stammende prächtige Haus in der Wintergasse 8 wurde 1986-1988 neu aufgebaut.
Nach dem Neuaufbau war in diesem Haus das Büro für architekturbezogene Kunst untergebracht.
1990 wurde die Städtische galerie ada als Ausstellungsplattform für zeitgenössische Kunst hier gegründet und bis 2007 an diesem Ort betrieben.
Baudetails: Farbiger Fachwerkschmuck, überkragende Geschosse, Andreaskreuze, Halbpfosten und Streben mit plastischer Verzierung, Sonnenscheiben.

Steinernes Haus Steinernes Haus

Dreigeschossiger Renaissance-Bau in der Anton-Ulrich-Straße 43 aus dem Jahr 1571 nach dem Vorbild des „Baumeisterhauses“ in Rothenburg o.T.
An der Ecke zur Wassergasse ist eine Gesichtsmaske angebracht, darüber befindet sich eine Männerbüste. Im Dreiecksgiebel des Eingangsportals ist das Wappen der Besitzer zu sehen. Im Innenhof verfügt das Gebäude über einen Renaissance-Treppenturm, in dessen Obergeschoss sich das Baujahr in kunstvoll verschlungenen arabischen Ziffern erhalten hat.
Mitte des 19. Jahrhunderts zerstörte ein Brand das mit Steinen verblendete Fachwerkhaus. Oberbaurat Eduard Fritsche rekonstruierte 1904 das ursprüngliche Erscheinungsbild.
Baudetails: reicher Fassadenschmuck, vorgeblendete Karyatiden und Hermen

Schlundhaus Schlundhaus

Hotel und Gaststätte in der Schlundgsse 4
Der Begriff "Schlundhaus" bedeutet im Fränkischen Rathaus oder Ratskeller.
Nachdem das gesamte Meininger Rathaus beim großen Stadtbrand 1874 zerstört wurde, bekam das „Haus zum Stern“ in der Schlundgasse die Bezeichnung „Schlundhaus“. Architekt Eduard Fritze errichtete diesen Nachbau des ehemaligen Merkelschen Hauses 1906 und wollte damit der alten Meininger Baukunst ein Denkmal setzen.
Baudetails: über drei Geschosse reichende Erker, Schmuckformen

Der Legende nach wurden im „Schlundhaus“ die Thüringer Klöße erfunden. Frau Holle höchst persönlich soll dem Bürgermeister der Stadt das Rezept mit den Worten überreicht haben:
"Du Sohn uralten Stadtgeblütes,
hier hast Du das Rezeptum - Hüt es!"
Damit erklärt sich, warum die Kartoffelklöße in Meiningen "Hütes" heißen.

Katholische Kirche Katholische Kirche

Das Erscheinungsbild der katholischen Pfarrkirche St. Marien in der Mauergasse 22a ist sehr zurückgenommen, fast könnte man das Gebäude übersehen.
1972 wurde dieser äußerlich schlichte, auf quadratischem Grund stehende Kirchenbau eingeweiht.
Der Eindruck ändert sich jedoch völlig beim Betreten des vom Meininger Architekten Armin Trautmann geschaffenen Gebäudes. Zu dem gelungenen Gesamteindruck tragen vor allem der an der klassischen Moderne orientierte, sehr offen wirkende Innenraum und die Buntglaswände nach Osten und Süden bei.

Baudetails:
aus Blockglas bestehende farbige Fenster von Christof Grüger mit abstrakter Darstellung der Themen „Schöpfung“ (Osten), „Erlösung“ (Süden) und „Vollendung“ (Westen/Altarrückwand)
Batik-Textilarbeit von Christof Grüger zum Thema Kreuzweg Christi
Altar, Kreuz, Sakramentshaus, Weihwasserbecken und Marienrelief von Werner Schubert
Außentüren, Altarwand und Altarsockel von Werner Nickel

Besichtigung: täglich 10:00 bis 18:00

Alte Posthalterei Alte Posthalterei

Das dreigeschossige, in der Ernestinerstraße 14 befindliche Haus aus dem 17. Jahrhundert gehört zu den wenigen erhaltenen Fachwerkbauten im hennebergisch-fränkischen Stil in Meiningen.
Der Pferdekopf an der Front des Wohn- und Geschäftshaus aus der Zeit der Renaissance zeugt von dessen Nutzung als Posthalterei (1905-1926).
Das Bürgerhaus wurde um 1600 vom Stadtschultheiß und kaiserlichen Hofpoeten Johann Steuerlein errichtet.
Nach der Sanierung im Jahre 1982 durch den VEB Denkmalpflege wurde das Haus bis zum Jahr 2000 als Verwaltungsgebäude genutzt und stand danach leer.

Künstler und Kunstfreunde vom Kunstverein NEKST e.V haben die „Alte Posthalterei“ 2005 in ein spartenübergreifendes Kunsthaus mit Ausstellungsräumen, Ateliers und Werkstätten verwandelt.
Veranstaltungen: Ausstellungen, Performances, Lesungen und Gesprächsrunden

Tel03693 8925322
Fax03693 882583
info@kunsthaus-meiningen.de
www.kunsthaus-meiningen.de
Sa, So 15:00 - 18:00
Cafe tgl. ab 17:00 | Sa, So ab 15:00
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Literaturmuseum Baumbachhaus
© Foto: Meininger Museen 
Literaturmuseum Baumbachhaus

„Hoch auf dem gelben Wagen“ wird Rudolf Baumbach, der den Text des bekannten Liedes geschrieben hat, oft gereist sein. Er lebte von 1846 bis 1860 und von 1885 bis zu seinem Tode 1905 in dem Fachwerkhaus in der Burggasse 22, das sein Großvater erworben hatte.
1738 wurde der Bau erstmalig urkundlich erwähnt. Das Fachwerk war ursprünglich verputzt und wurde erst 1981 frei gelegt.

1982 wurde das Literaturmuseum zum Gedenken an die Dichter, die in der Stadt gelebt und gewirkt haben eingerichtet. (u.a. Jean Paul, Friedrich Schiller, Ludwig Bechstein) Der Garten, der nur vom Haus aus zu betreten ist, wird an einer Seite von Resten der Stadtmauer begrenzt. In einer kleinen Grünanlage unweit des Hauses steht das Denkmal mit der Büste des Dichters Baumbach.

Tel03693 502848
service@meiningermuseen.de
www.meiningermuseen.de
Di - Fr 10:00 -12:00 u. 13:00 -18:00
Sa, So Einlass über Schloss 14:00 -16:00
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Schloss Elisabethenburg, Blick in den Innenhof
© www.foto-ed.de 
Schloss Elisabethenburg

Schloss Elisabethenburg, heute das Haupthaus der Meininger Museen, wurde von Herzog Bernhard I. als Residenz der Herzöge von Sachsen-Meiningen erbaut und bis 1920 von der herzoglichen Familie bewohnt. Den Namen erhielt die Residenz von Herzogin Elisabeth Eleonore aus dem Hause Braunschweig-Wolfenbüttel, der zweiten Gemahlin von Herzog Bernhard I.
Das imposante barocke Schlossgebäude mit drei Flügeln entstand im Wesentlichen in der Zeit von 1682 bis 1692. Teile einer ehemaligen Burg des Bistums Würzburg (Bibrasbau) wurden in die Gesamtanlage einbezogen.

Rund 50 Ausstellungsräume spiegeln den jeweiligen Zeitgeschmack ihrer Bewohner von Barock und Rokoko bis zur Neorenaissance wider und dokumentieren die Sammlungstätigkeit kunstsinniger Herzöge.
Marmorsaal:
1907; Decke mit Neoempirestuck, große Spiegel, Pilaster, Portraitbüste von Johannes Brahms und Marsyas von Adolf von Hildebrand
Hessensaal:
heute Café im Dachgeschoss des Treppenturms, Festsaal mit üppigen barocken Stuckdekorationen
Schlosskirche "Zur Heiligen Dreifaltigkeit":
Kapelle, Kanzel und Chorschranken von Hofbildhauer Johann Michael Ehinger, Deckenstuck aus dem späten 17. Jh. von Samuel und Johann Peter Rust; Wirkungsstätte von Johann Ludwig Bach; wird seit ihrem Umbau 1980-82 als Konzertsaal genutzt
Marmorbrunnen im Schlosshof:
einem italienischen Vorbild aus Mantua nachempfunden, frühes 20. Jh., Geschenk von Herzogin Charlotte, der Schwester des deutschen Kaisers Wilhelm II., an ihren Mann Bernhard III. von Sachsen-Meiningen.
Sammlungen:
großformatige Tapisserien aus der Brüsseler Werkstatt von Marcus de Vos; niederländische und flämische Malerei; einige herausragende Gemälde deutscher Künstler des 18. bis 20. Jahrhunderts; bemerkenswerte mittelalterliche Tafelmalerei, Schnitz- und Steinplastik
Ausstellungen:
Musenhof zwischen Weimar und Bayreuth: Meininger Musikgeschichte (Hans von Bülow, Johannes Brahms, Richard Strauss und Max Reger) zum Anfassen, Anschauen und Hinhören für alle Generationen in den ehemaligen Wohnräumen des Theaterherzogs Georg II. und seiner Frau, Helene Freifrau von Heldburg
Prinzessin Adelheid: die spätere Queen Adelaide, oder wie der Weihnachtsbaum nach England kam
Asyl für Schiller: Spannende Geschichten aus dem Exil des jungen Dichters in Bauerbach und Meiningen
Veranstaltungen:
Sonderausstellungen, Soireen, Konzerte und Lesungen
Institutionen:
Meininger Museen, Stadtverwaltung, Max-Reger-Musikschule, Thüringisches Staatsarchiv Meiningen

 

Theatermuseum
© Foto: Meininger Museen 
Theatermuseum "Zauberwelt der Kulisse"

Die gewaltigen Ausmaße des Gebäudes lassen erahnen, dass hinter den dicken Mauern der einstigen Herzoglichen Reithalle die weltweit größte historische Bühnenbildsammlung aufbewahrt wird.
Errichtet wurde das ursprünglich einer Stadtscheune gleichende Haus 1797 als Zweckbau für Reitunterricht und Pferdedressur. Nach vielfältigen Nutzungen über Jahrhunderte und einem spektakulären Umbau 1998/99 konnte das Haus im Jahr 2000 als Theatermuseum eröffnet werden.

Die „Meininger“, die berühmteste Schauspielcompagnie des späten 19. Jahrhunderts, gab von 1874 bis 1890 Gastspiele in 38 europäischen Städten von London bis Odessa und von Basel bis Stockholm. Mit den historisierenden Musterinszenierungen des Theaterherzogs (Georg II. von Sachsen-Meiningen) beeinflusste sie die europäische Theatergeschichte nachhaltig und triumphierte, bevor die Moderne die Bühne leer räumte. Das Prinzip der Einfühlung des Schauspielers in die Rolle, das zu den Grundlagen des Erfolgs der Filmfabrik Hollywood zählt, wurde von den „Meininger“ perfektioniert.

Sammlung:
275 Bühnendekorationen (Prospekte, Kulissenbögen, Panoramawände und Setzstücke) aus der Reisezeit der "Meininger" nach Entwürfen von Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen gefertigt in der Werkstatt Brückner in Coburg
WALK OF BENEFIT:
Klaus-Maria Brandauer, Armin Mueller-Stahl, Monica Bleibtreu, Iris Berben und Corinna Harfouch haben sich mit Benefizveranstaltungen für den Erhalt der historischen Meininger Theaterdekorationen eingesetzt.

Präsentationen (ca. 1 h): jährlich wechselnd, jeweils eine originale Bühnendekoration der „Meininger“ aus einer der legendären Inszenierungen der Stücke von Schiller, Shakespeare oder Kleist, mit Szenenlichtprogramm, Musik und Film über die Meininger Theaterreform

Tel03693 471290
Fax03693 9300035
kontakt@meiningermuseen.de
www.meiningermuseen.de
Bühnenbildpräsentationen Di - So 10:00, 12:00, 14:00 und 16:00
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Henneberger Haus
© www.foto-ed.de 
Henneberger Haus

Restaurant und Pension in der Georgstraße 2
Der ungewöhnliche Torbogen über dem Fußgängerweg am “Henneberger Haus“ soll daran erinnern, dass sich hier im Mittelalter das nördliche Stadttor befand.
Architekt Eduard Fritze plante das Gebäude für die Sammlungen des Hennebergisch-altertumsforschenden Vereins, dessen Vorsitzender er damals war.
Das Henneberger Haus wurde 1895 eingeweiht und fungierte bis 1905 als Aufbewahrungs- und Präsentationsort der Sammlungen des Vereins.
Baudetails: reicher historisierender Fachwerkschmuck mit farbenfreudigem Schnitzwerk, Terrasse zwischen den Bleichgräben, Erkeranbau über dem Bleichgraben, „Schänke im alten Stil“

Sächsischer Hof Sächsischer Hof

Hotel, Restaurant, Café in der Georgstraße 1
Das erste Haus der Stadt ist gleichzeitig die älteste erhaltene Stätte zur Beherbergung von Gästen. Es wurde 1797-1802 im Auftrag der Herzoglichen Familie am südlichen Zugang zum Englischen Garten errichtet und hat während seiner Geschichte größere bauliche Veränderungen erfahren.1826 erfolgte der nordöstliche Anbau und im Jahre 1900 eine Aufstockung des Gebäudes mit gleichzeitigem Umbau durch Oberbaurat Eduard Fritze. Die frühe Verbindung des Hotelbetriebs mit dem Post- und Reiseverkehr sicherte die Rentabilität des Unternehmens. Die Thurn-  und Taxissche Post hatte von 1808 bis 1824 und von 1844 bis 1878 ihr Domizil im "Sächsischen Hof".
Kulturelle Ereignisse wie Bälle, Konzerte und Theatervorstellungen gehörten von Beginn an zum Profil des Gasthauses.
Baudetails: Giebelaufbau, Loggias, vorgeblendetes fränkisches Fachwerk. allem
Berühmte Gäste: u.a. Bettina von Arnim, Franz Liszt, Richard Wagner, Kurt Masur, Hans Albers und Klaus-Maria Brandauer

Kleines Palais Kleines Palais

Das kleine Palais in der Bernhardstraße 2 ist ein Musterbeispiel klassizistischer Baukunst.
Es wurde im Auftrag von Herzog Bernhard II. Erich Freund nach dem Vorbild von Schloss Wörlitz in den Jahren 1821-1823 erbaut. Der Herzog und seine Frau Marie haben das Palais ab 1825 und bis in die vierziger Jahre als zeitweiligen Wohnsitz genutzt. Das Gebäude blieb bis 1945 im Besitz der Herzoglichen Familie.
Berühmtester Bewohner des Hauses war der Musiker Johannes Brahms, der bei einem seiner zahlreichen Aufenthalte in Meiningen hier wohnte.
Seit der umfassenden Restaurierung 1992/93 wird das Kleine Palais als Bankgebäude genutzt.
Baudetails: auf vier ionischen Säulen ruhender Giebelportikus, zwei halbrunde Seitenrisalite, Kuppelsaal mit Kassetendecke im Obergeschoss
Architekten: Johannes Andreas Schaubach, Friedrich Weinbrenner

Großes Palais Großes Palais

Der Witwensitz für Herzogin Luise Eleonorein der Bernhardstraße 1 wurde 1821-1823 bewusst als architektonisches Pendant zum gegenüberliegenden Kleinen Palais errichtet. Durch einen Um- und Erweiterungsbau von 1863 bis1868 zum repräsentativen Adelssitz erhielt das klassizistische Palais seine heutige Gestalt im Stil der Neorenaissance. Bis 1888 diente es Herzog Bernhard II. Erich Freund und seiner Frau Marie als Alterssitz und war bis 1945 im Besitz der Herzoglichen Familie.
Später waren hier die Kreisverwaltung der DDR und von1990 bis 1999 das Landratsamt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen untergebracht. Seit September 2009 fungiert das Haus nach umfangreicher Sanierung als Medizinisches Zentrum.
Baudetails: reich gegliederte Fassade, Mittelrisalit mit vorgesetztem Balkon, geschwungene doppelläufige Treppenanlage im Foyer, mit Pilastern und Kyriatiden geschmücktes Obergeschoss mit Stukkaturen aus der Zeit des Umbaus
Architekt: Johannes Andreas Schaubach

 

Das Meininger Theater im Abendlicht
© foto ed, Meiningen 
Das Meininger Theater

Das neoklassizistische Gebäude entspricht mit seiner Ästhetik den Idealvorstellungen eines Musentempels des 19. Jahrhunderts.
Im Giebel des Baus steht der Leitspruch des Bauherrn Georg II.: "Dem Volke zur Freude und Erhebung". Die beiden Frontseiten des Theaterportals sind mit Reliefs der Musen Thalia und Melpomene, der griechischen Schutzgötinnen für Komödie und Tragödie, geschmückt. Zwei bronzene Türklopfer an der mittleren Eingangstür in Form einer komischen und einer tragischen Maske symbolisieren die darstellende Kunst.
Hier wurden die Musterinszenierungen einstudiert, mit denen die Schauspieltruppe von Georg II. auf ihren Gastspielen europaweit für Aufsehen sorgte.

Erstes Hoftheater:
Eröffnung 17. Dez. 1831 mit der Oper „Frau Diavolo“ von Auber;
Vernichtung durch einen Großbrand 1908

Zweites Hoftheater:
Eröffnung nach 20 Monaten Bauzeit unter Architekt Karl Behlert 17. Dez. 1909 mit „Wallensteins Lager“ und „Die Piccolomini“ von Schiller.

2010/11 – Grundhafte Sanierung und Ausstattung mit modernster Bühnentechnik

Englischer Garten Englischer Garten

Der Park wurde 1782/83 von den beiden Landschaftsgestaltern S.F. und C.L. Buttmann (Vater und Sohn) im Auftrag Georg I. von Sachsen-Meiningen entsprechend dem sentimental-romantischem Naturverständnis der Aufklärung gestaltet. Dabei orientierte man sich an der Weitläufigkeit Englischer Landschaftsparks mit großen Sichtachsen, die den Blick auf Baumgruppen, Wiesen, Gebäude und Gewässer lenken. Das heutige Antlitz des Englischen Gartens mit zahlreichen Denkmalen für Persönlichkeiten der Meininger Kulturgeschichte entstand im Wesentlichen im 19. Jahrhundert auf Anregung von Georg II. von Sachsen-Meiningen.
Denkmale und Brunnen:
für den Dichter Jean Paul; weltweit erstes Denkmal für den Komponisten Johannes Brahms; für den Komponisten und Hofkapellmeisters Max Reger; Kriegerdenkmal für Gefallene im Dt./Frz. Krieg 1870/71 Bechstein Brunnen ; Schwanen-Brunnen
Parkarchitektur:
steinerne Bogenbrücke mit künstlichen Ruinen; Wasserflächen mit Inseln und Denksteinen; Gruftkapelle (1839) am ehemaligen Friedhof

Jean-Paul-Denkmal
© www.foto-ed.de 
Jean-Paul-Denkmal

1865, von Ludwig Schwanthaler, im Englischen Garten
1801-1803 lebte der Poet in Meiningen und arbeitete hier vor allem an seinem Hauptwerk „Titan“. Er wurde von Herzog Georg I. unterstützt, der Meiningen nach dem Vorbild Weimars als Stadt der Dichter und Denker profilieren wollte. Jean Paul war die Stadt bald zu klein, das Bier zu schlecht und er zog weiter nach Hof. Heute ist Jean Paul vor allem für seine Aphorismen bekannt. 

Brahms-Denkmal
© www.foto-ed.de 
Brahms-Denkmal

1899, von Adolf von Hildebrand, im Englischen Garten
Die großzügigste Denkmalanlage der Stadt ist Johannes Brahms gewidmet, dessen Werke zu den meist gespielten Stücken des klassischen Konzertrepertoires gehören. Brahms hielt sich in seinen späten Jahren mehrfach in Meiningen bei seinen Freunden Georg II. und dessen Frau Helene von Heldburg auf. Er musizierte mit der Hofkapelle und dirigierte Konzerte auf deren Gastspielreisen. Der Komponist hat seine 4. Sinfonie mit der Hofkapelle zur Uraufführung gebracht und seine späten Kammermusikwerke mit Klarinette für den Meininger Klarinettisten Richard Mühlfeldt geschaffen. Das weltweit erste für Brahms in Deutschland errichtete Denkmal wurde von Meininger Musikfreunden gestiftet.
Zur Einweihung des Denkmals 1899 traf sich eine illustre Brahms-Fan-Gemeinde, zu der u. a. der Komponist Eugen d`Albert und der damals berühmteste Geigenvirtuose Joseph Joachim gehörten.
Baudetails: Bronzebüste auf hohem Steinsockel inmitten einer halbkreisförmigen, nischenartigen Natursteinanlage mit Bank, zwei Laufbrunnen mit steinernen Auffangbecken, gepflasterte Terrasse

Herzogliche Gruftkapelle
© www.foto-ed.de 
Herzogliche Gruftkapelle

Bernhard II. von Sachsen-Meiningen ließ in den Jahren 1835-39 von Oberbaurat A.W. Doebner eine Grablege im Englischen Garten für die Herzogliche Familie errichten. An dieser Stelle stand bis zu ihrem Abriss im Jahre 1827 die Kirche St. Martin. Im Umfeld der Gruftkapelle erkennt man an einigen barocken und klassizistischen Grabsteinen noch das Gelände des alten, heute aufgelassenen Friedhofs. Er wurde vom frühen 16. Jahrhundert bis 1841 als Hauptbegräbnisplatz genutzt. 1977 wurden die Särge der hier bestatteten Personen der Herzoglichen Familie entfernt, die sterblichen Überreste eingeäschert und anonym auf dem Meininger Parkfriedhof beigesetzt. 1989 erfolgte deren Umbettung in würdige Ruhestätten auf dem Parkfriedhof.
Baudetails: neogotischer Saalbau, 1977 purifiziert; Gewölbe mit 16 Wappenschilden aus dem sächsischen Hauptwappen; einst farbige Glasfenster, 1945 beim Bombenangriff zerstört; Ausstellung zur Geschichte des Englischen Gartens, die in den Sommermonaten an den Wochenenden sporadisch geöffnet wird

Bechsteinbrunnen
© www.foto-ed.de 
Bechsteinbrunnen

1909, von Robert Diez, im Englischen Garten
Robert Diez hat seiner Bronzeplastik den Namen "Waldgeheimnis" gegeben. Der Bechsteinbrunnen wurde auf Initiative des Hennebergisch-altertumsforschenden Vereins aufgestellt, dessen Direktor Ludwig Bechstein (1801-1860) 25 Jahre lang war. Bechstein hatte sich als Bibliothekar, Historiker, Sammler und Schriftsteller, vor allem jedoch als Märchen- und Sagensammler einen Namen gemacht. Er galt Mitte des 19. Jahrhunderts als populärster Märchendichter Deutschlands weit vor den Grimms. Ihm zu Ehren findet alljährlich im Herbst das Thüringer Märchen- und Sagenfest in Meiningen statt.
Baudetails: Bronzeskulptur Waldnixe und Erdgeist, Ende 1990 gestohlen, Nachguss 1999; massives Brunnenbecken aus Kalkstein mit Tierreliefs von Figuren aus Bechsteins Märchen; zwei Fabelwesen und ein kupferner Froschkopf speien Wasser in die Brunnenschale; kupferne Gedenktafel

Büchnersches Hinterhaus
© Szyszka, Erfurt 
Büchnersches Haus

Das prächtige Haus aus der Spätrenaissance liegt hinter den Fassaden der Fußgängerzone in der Georgstraße 20 versteckt. Ein Schild weist den Weg durch den Hausflur zum ältesten erhaltenen Fachwerkbau Meiningens aus dem Jahre 1596.
Das farbenprächtige, dreigeschossige Wohngebäude kündet vom Wohlstand des Meininger Bürgertums um die Wende vom 16. zum 17.Jahrhundert.
Produktion und Handel von Barchent und Leinen haben die Meininger Tuchmacher reich gemacht. Der verheerende Stadtbrand von 1874 verwüstete große Teile der Altstadt. (siehe Foto in der Vitrine im Hof). 1904 wurden Haus, Wirtschaftsgebäude und Hof grundlegend saniert. 1974 und 2001 erfolgten weitere Restaurierungen.
Baudetails: vorkragende Obergeschosse; reich verzierte farbige Fassade mit Andreaskreuzen, bemalten Schiebeläden und beschnitzten Eckpfosten; Wetterfahne; Wasserspeier; Laufbrunnen im Hof

In der Goetz-Höhle Goetz-Höhle

Die Goetz-Höhle wurde vom Kaufmann Reinhold Goetz 1915 in seinem Berggarten am Westhang über der Stadt entdeckt. Der Riss im Muschelkalk entstand vor ca. 20 000 Jahren durch tektonische Bewegung. In den Jahren 1932–1934 wurde die Höhle erstmalig erschlossen und begehbar gemacht. Sie ist die größte für den Besucherverkehr zugelassene Kluft- und Spalthöhle Europas.

Infolge Pächterwechsels ist die Goetz-Höhle zurzeit nicht zu festen Terminen geöffnet.
Führungen finden auf Anfrage statt.
Kontakt: 0172 3606135

Dampflok 50 3501 Dampflokwerk

Hier besitzt man Fachkenntnis und Technik, um historische Dampfloks zu reparieren. 1914 ging das Dampflokwerk der Deutschen Bahn AG als Eisenbahn-Hauptwerkstatt in Betrieb und gewann nach dem II. Weltkrieg zunehmend an Bedeutung. Bis Ende der 70er Jahre wurde das Produktionsprofil des Werkes von der Dampflokinstandhaltung geprägt. Mit dem allmählichen Verschwinden der Dampflok aus dem Transportbetrieb veränderte sich auch das Profil des Werkes. 2008 wurde der Adler, die erste Lokomotive der Deutschen Bahn hier neu aufgebaut.
Produktionsprofil:
Instandsetzung von Regel- und Schmalspurlokomotiven für die DBAG, Privatbahnen, Museumsbahnen und Eisenbahnvereine des In- und Auslands; Aufarbeitung von historischen Reisezugwagen; Modernisierung von Schneepflügen und Schneeschleudern; Bau von Kesseln für historischen Dampflokomotiven
Meininger Dampfloktage:
jeweils am ersten Wochenende im September u.a. mit Lokausstellung, Modellbahnverkauf, Vorträge
Führungen:
April - Oktober jeden Samstag 10:00 (nicht während der Betriebsferien - zu finden auf der Homepage)
November - März jeden 1. und 3. Samstag im Monat 10:00