Stadt Meiningen und Unternehmen der Region kämpfen gemeinsam gegen den Fachkräftemangel – Anmeldungen als Aussteller sind ab jetzt möglich
In Meiningen gibt es circa 10.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Die Kommune weist somit die zweithöchste Anzahl an Arbeitsplätzen in Südthüringen auf. Dennoch gibt es keinen Grund zum Jubeln. Viele Unternehmen können schon jetzt einige ihrer freien Stellen nicht besetzen. Es fehlen sowohl geeignete Auszubildende als auch Fachkräfte.
Laut Auskunft der Agentur für Arbeit Suhl kamen im Ausbildungsjahr 2010/2011 im Geschäftsbereich Meiningen auf 562 Ausbildungsstellen lediglich 357 Bewerber. Somit konnte statistisch gesehen jeder Bewerber aus 1,6 Lehrstellen auswählen. Aktuell liegen der Geschäftsstelle Meiningen 641 freie Stellen vor (Stand März 2012) – vom Altenpfleger bis zum Ingenieur wird alles gesucht.
Bürgermeister Reinhard Kupietz, Schirmherr der Mein Job!, Dana Scholz, Projektleiterin (re.) mit Frau Fürst am Ausstellungsstand der GAW
Im Rahmen der Mein Job! wird regionalen Unternehmen und Institutionen eine kostenlose Plattform geboten, ihre Arbeit und ihre Produkte vorzustellen, über Ausbildungsberufe, Studiengänge und freie Stellen zu informieren. Die Messe, die in diesem Jahr am 22. September in der Multihalle stattfindet, wird von der Wirtschaftsförderung der Stadt Meiningen organisiert. Bürgermeister Reinhard Kupietz , der im letzten Jahr die Schirmherrschaft übernommen hat, ist fester Überzeugung, dass „diese Veranstaltung hervorragend geeignet ist, Angebote und Nachfrager zusammenzubringen“.
Unternehmen aus der Region, die Auszubildende und oder Fachkräfte suchen, können sich bei der Wirtschaftsförderung Meiningen als Aussteller anmelden (Telefon: 03693/471375, E-Mail: post@steinbeis-rp.de). Ansprechpartnerin ist Dana Scholz. Wer im vergangenen Jahr nicht dabei war, kann sich
hier einen Eindruck verschaffen. Am Ende des Artikels findet man eine kleine Bildergalerie.
Die Meininger Jobmesse bietet eine wichtige Gelegenheit zum Netzwerken. Um der weiteren Abwanderung entgegenzuwirken, müssen die Unternehmen der Region für sich werben und potentiellen Arbeitnehmern verdeutlichen, dass sie auch in Meiningen gute Perspektiven für ihre Karriere und eine gesicherte berufliche Zukunft haben können. Und das geht trotz E-Mail-Begeisterung und Social-Network-Euphorie immer noch am besten während eines persönlichen Gesprächs.