Amtsblatt
04/2013 vom 28.04. - (PDF / 421 KB)
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In einem Festakt unterzeichneten die beiden Meininger Bürgermeister, Thomas Pinter aus Österreich und Reinhard Kupietz aus der Theaterstadt die Vertragsurkunden, mit denen die Partnerschaft nun offiziell besiegelt wurde. Bereits seit etwa 20 Jahren gibt es lose Kontakte zwischen den beiden Namenspartnern. Dieter Scheel hatte Kontakte ins thüringische Meiningen gesucht und so maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Städtepartnerschaft zustande kommen konnte.
Nachdem eine kleine „Vorhut“ im vergangenen Jahr zum Hütesfest gekommen war und Einzelheiten mit den thüringischen Kollegen besprochen hatte, „wollen wir jetzt endlich Nägel mit Köpfen machen“, so Bürgermeister Thomas Pinter. Er war mit einer Delegation aus Gemeindevertretern, der Blaskapelle und weiteren Bürgern ins thüringische Meiningen gereist.
Pinter stellte in seiner Ansprache den neuen Partnerort vor, beleuchtete die historische und politische Entwicklung. So erfuhren die Gäste – zu denen unter anderem Meininger Stadträte gehörten – dass Meiningens neuer Partner der westlichste Ort in Österreich ist und die Grenze zur Schweiz und der Rhein nicht weit sind. Mit 2120 Einwohnern hat Meiningen in Vorarlberg ungefähr ein Zehntel der Einwohner der Stadt Meiningen.
Der Meininger Bürgermeister Reinhard Kupietz betonte, dass die Administrationen beider Kommunen mit der Verschwisterung dazu beitragen wollen, dass sich wieder mehr Menschen in Europa näher kommen und begegnen können. Die Voraussetzungen dafür seien gegeben. Es gibt viele Gemeinsamkeiten, und dennoch genügend interessante Unterschiede, die ein Kennenlernen lohnenswert machen. Die Entfernung ist überschaubar, eine Sprachbarriere ist nicht vorhanden – sieht man von den unterschiedlichen Dialektfärbungen einmal ab. An bereits seit Jahren bestehende Kontakte, etwa zwischen den Feuerwehr- oder Fußballvereinen, könne angeknüpft werden; neue musikalische Bande werden gerade zwischen der Blaskapelle aus dem österreichischen Meiningen und dem hiesigen Jugendrotkreuzorchester geknüpft. Kupietz zeigte sich deshalb zuversichtlich, dass sich Meininger und Meininger in Zukunft öfter begegnen würden.