Amtsblatt
04/2013 vom 28.04. - (PDF / 421 KB)
03/2013 vom 24.03. - (PDF / 276 KB)
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"Es ist schon vorgekommen, dass Fürsten Varietédamen heiraten – aber nur in Operetten." Der junge Fürst Edwin von Lippert Weylersheim ist verliebt in die erfolgreiche ungarische Varietésängerin Sylva Varescu, der alle Männerherzen zufliegen. Sie jedoch liebt einzig Edwin, dessen Eltern sich hingegen durch diese Verbindung ihres Sohnes mit einer gewöhnlichen Varietédame kompromittiert fühlen – die Affäre mit der Chansonette muss sofort ein Ende nehmen – und eine standesgemäße Verlobung mit seiner Cousine, Comtesse Stasi, arrangiert haben.
Sylva erscheint im Hause Lippers Weylersheim an der Seite von Edwins bestem Freund Graf Boni, gibt sich als dessen Frau aus. Als sie schließlich doch ihre wahre Identität als Csárdásfürstin preisgibt und Edwin öffentlich erklärt, Sylva zu lieben, kommt es zu Eklat.
In einer vom Gefühl des Weltuntergangs geprägten Wendezeit am Vorabend des Ersten Weltkrieges bleibt der unbedingte Drang danach, glücklich zu sein, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Sylvas Handeln wider jede Konvention changiert zwischen pulsierender Lebensfreude und Weltschmerz. Und auch in der Figur des Grafen Boni sind Witz und Schwermut vereint: "In der trauten Atmosphäre / Wo man tanz und küsst und lacht / pfeif ich auf der Welt Misere / mach zum Tag die Nacht." Es sind zwei Welten, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: das impulsive Künstlerleben der Nacht und die kalte, von starren Konventionen regierte Atmosphäre einer dem Adel verpflichteten Gesellschaft.
Das Spiel mit der Liebe, Verwechslung, und Eifersucht gestaltet sich mit charmantem Augenzwinkern und vereint emotionale Höhenflüge und Realität in witzig beißender Gesellschaftssatire.