Amtsblatt
04/2013 vom 28.04. - (PDF / 421 KB)
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„Schwanensee” ist das beliebteste aller klassischen Ballette. Es war vor „Dornröschen“ und „Nussknacker“ Tschaikowskys erste Ballettkomposition.
Seit Gluck, Beethoven oder Adolphe Adam hatte sich fast ein halbes Jahrhundert lang kein bedeutender Komponist dem Ballett zugewandt. Mit Tschaikowsky wurde erstmals wieder große Musik für den Tanz entworfen. Den humanistischen Grundideen des Librettos folgend schuf Tschaikowsky ein Werk, das bis heute die Kraft der Hoffnung, die Kraft zur Überwindung schier unzubewältigender Krisen darstellt.
Das auf deutsche Märchenmotive zurückgehende Libretto vermittelt als Grundgedanke die Überwindung des Bösen durch die Liebe freier Menschen, den Triumph des Guten im Leben der Menschen als Sieg über Intrigen, Kleinmut, Angst und Hoffnungslosigkeit. Die Charakterentwicklung des Prinzen und die Gestaltung der Doppelrolle der Odette und Odile gehören zu den anspruchsvollen Aufgaben für einen Choreografen.
Gerade dies hat den Eisenacher Ballettchef Andris Plucis und den Chefdirigenten der Landeskapelle Eisenach Carlos Domínguez-Nieto herausgefordert, ein so großes Werk wie Tschaikowskys „Schwanensee” szenisch und musikalisch zu bearbeiten.
Die Vorstellungen am Meininger Theater werden von der Meininger Hofkapelle unter Leitung von GMD Philippe Bach gespielt.