Giuseppe Verdi plante eigentlich eine Oper über die Ermordung König Gustavs III. von Schweden, erfuhr allerdings von Schwierigkeiten mit der Zensur in Neapel. Diese wollte eingedenk des 1849 erfolgten Attentats auf Napoleon III. einen Königsmord auf der Bühne nicht dulden. Verdi interessierte nicht die äußere Handlung, sondern die Beziehungen der Personen zu einander. So versetzte er die Handlung kurzerhand in die Vereinigten Staaten von Amerika und aus Gustav III. wurde Richard, der Gouverneur von Boston.
Die tragische Beziehung zwischen Richard und Amelia, der Frau seines besten Freundes Renato, blieb unverändert erhalten. Bei dieser Umsetzung gelang es Verdi, aktuelle Themen wie Rassenhass zwischen Schwarzen und Weißen oder Klassenunterschiede zwischen armen Hafenarbeitern in Boston sowie der reich und dekadent lebenden Oberschicht in die Geschichte einzubauen, so dass diese Version auch heute noch überraschend aktuell ist.
Die Uraufführung ging am 17. Februar 1859 am Teatro Apollo in Rom mit außerordentlichem Erfolg über die Bühne.