Ein Mann und eine Frau vertiefen sich in die Geschehnisse um die Schändung der Lucretia, dem Gründungsmythos der römischen Republik: 500 v. Ch. herrscht Tarquinius, ein etruskischer Emporkömling mit Unterdrückung und Gewalt in Rom. Während eines Saufgelages spricht er mit Collatinus und Junius über die Treue der Frauen. Bei einer Wette hatte sich herausgestellt, dass Lucretia, die Frau des Collatinus,die einzig tugendhafte Frau in Rom sei. Das reizt Tarquinius und er möchte ihre Treue auf die Probe stellen. Er wird in ihrem Haus gastfreundlich aufgenommen; doch in der Nacht schleicht er sich in Lucretias Schlafzimmer und nachdem seine Verführungsversuche scheitern, vergewaltigt er die Römerin. Obwohl ihr Ehemann keine Schuld bei ihr sieht, will Lucretia mit der Schande nicht leben und ersticht sich.
Junius lässt den Leichnam durch Rom tragen, was den Zorn der Bürger auf die etruskische Königsfamilie so steigert, dass der Bürgerkrieg beginnt. Junius sieht sich danach als neuer Herrscher Roms.