Direkt zu:
english

Wir halten Abstand. Sie auch?

Seit dem 27. März 2020 gilt die Thüringer Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2(Thüringer SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung).  >> Hier finden Sie außerdem nützliche Links zu häufig gestellten Fragen und Antworten.

Häusliche Quarantäne: Was bedeutet das? Auf was muss ich achten?

Bei einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus ist bisher meist kein Klinik-Aufenthalt nötig, weil vier von fünf Infizierten keine oder nur leichte Symptome ähnlich denen einer Erkältung zeigen. Das SARS-CoV-2-Virus ist aber nach den bisherigen Erfahrungen hoch ansteckend. Um Infektionsketten verlässlich zu unterbrechen, ordnet das Gesundheitsamt entsprechend der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts bei nachweislich Infizierten mit leichten Krankheitsverläufen eine Unterbringung in „häuslicher Quarantäne“ für 14 Tage an, was nach bisherigem Stand der maximalen Dauer der bisher bekannten Inkubationszeit entspricht.

Aber nicht nur für Infizierte, sondern auch für deren direkte Kontaktpersonen (Menschen, die persönlichen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten), kann das Gesundheitsamt nach Paragraph 30 des Infektionsschutzgesetzes häusliche Quarantäne veranlassen. Seit dem 23. März 2020 hat das Landratsamt Schmalkalden-Meiningen zudem per Allgemeinverfügung eine 14-tägige häusliche Quarantäne beginnend ab dem Rückkehrdatum für alle Auslandsreise-Rückkehrer angeordnet. Wenn Krankheitszeichen wie Husten, Fieber, Atembeschwerden etc. auftreten, sollten sich die häuslich isolierten Personen sofort beim Gesundheitsamt melden (Tel.: 03693/485-8701, -8718). 

Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden! Entsprechende Kontrollen finden statt.

Häusliche Quarantäne: Welche Regeln müssen Bürger beachten?

  • Das Haus/die Wohnung bzw. Wohngrundstück darf nicht verlassen werden, auch nicht für wenige Minuten
  • Vermeidung/Unterlassung von Kontakten zu den Mitbewohnern, insbesondere keine engen Kontakte (Küssen, Umarmen, Händeschütteln, etc.) und insbesondere, wenn die Mitbewohner einer Risikogruppe angehören. Dazu zählen vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, chronisch Kranke, Ältere und Schwangere.
  • Es sind keine Besuche von anderen Personen gestattet!
  • Nach Möglichkeit: Einzelunterbringung in einem gut belüftbaren Zimmer.
  • Mitbewohner und Familienangehörige sollen sich in der Regel in anderen Räumen aufhalten oder einen Mindestabstand von mindestens ein bis zwei Metern einhalten.
  • Die Nutzung gemeinsamer Räume sollte auf ein Minimum begrenzt werden und möglichst zeitlich getrennt erfolgen. Diese Räume, vor allem Küche und Bad, müssen regelmäßig gereinigt und gut gelüftet werden.
  • Falls Räume zusammen genutzt werden müssen, strenge Hygiene einhalten. Die Kontaktperson desinfiziert vor Verlassen des Zimmers gründlich die Hände mit einem Händedesinfektionsmittel („begrenzt viruzid“ oder „viruzid“)
  • Anschließend gründliches Reinigen der berührten Flächen und Gegenstände, (z.B. Türklinken, Telefon, Tisch, Küchenarbeitsplatte, WC etc.) mit einem geeigneten Desinfektionsmittel
  • Handtücher und Lappen sollten häufig gewechselt und die entsprechende Wäsche mit mindestens 60 °C, besser 90 °C gewaschen werden.
  • benutztes Geschirr bei mindestens 60°C in der Spülmaschine reinigen
  • Zudem gelten besondere Regeln bei der Entsorgung von Abfällen, die auf der Seite des Landratsamtes veröffentlicht wurden.

Praktische Tipps

  • Tagesstruktur schaffen und realistische Ziele setzen.
  • Fernmündlicher Kontakt mit Familie und Freunden, zum Beispiel über Telefon und Online-Medien.
  • Freunde oder Nachbarn bitten, den Einkauf zu erledigen,  Medikamente zu besorgen oder mit dem Hund spazieren zu gehen. Auch die Gemeinden oder ehrenamtliche Helfer bieten häufig Unterstützung an.
  • Körperlich aktiv bleiben: Auch auf begrenztem Raum kann Sport betrieben werden, zum Beispiel durch Übungen auf einem Stuhl oder auf dem Boden. Hierzu gibt es auch im Internet viele Hinweise und Anregungen.
  • Mental aktiv bleiben, zum Beispiel durch Lesen, Schreiben oder (Denk-)Spiele.
  • Bei Bedarf Entspannungsübungen ausprobieren. Auch hierzu gibt es im Internet viele Hinweise und Anregungen.
  • Gefühle akzeptieren: Unfreiwillig in häuslicher Quarantäne zu sein, kann viele verschiedene emotionale Reaktionen hervorrufen. Das sind normale Reaktionen auf die unnormale Situation. Bei akuten Belastungssituationen kann auch die Telefonseelsorge eine Anlaufstelle sein (Tel. 0800/111 0 111 oder Tel. 0800/111 0 222 oder 116 123).
  • Kritisch gegenüber Falschinformationen sein. Informieren Sie sich nur bei vertrauenswürdigen Quellen, zum Beispiel auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts oder des Landratsamtes. Auch das Bundesgesundheitsministerium oder das Thüringer Gesundheitsministerium stellen gesicherte Informationen bereit. Seriöse Ansprechperson ist natürlich auch der Hausarzt.

Kontaktverbot - Die Thüringer Grundverordnung

Seit dem 27. März 2020 gilt die Thüringer Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2(Thüringer SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung). Die Verordnung trägt die Unterschrift der Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner.
.
Die wichtigsten Regeln im Überblick:

  • Reduzieren Sie alle Kontakte auf ein absolut nötiges Minimum und halten Sie mind. 1,5 Meter Abstand.
    • Ausgenommen sind Angehörige des eigenen Haushalts.
  • Haltet Sie sich im öffentlichen Raum nur alleine, im Kreise Ihrer Angehörigen, oder mit maximal einer weiteren haushaltsfremden Person auf.
  • Der Weg zur Arbeit, Einkäufe, Arztbesuche, erforderliche Termine sowie individueller Sport und Bewegung (nicht in Sportgruppen) an der frischen Luft sind erlaubt.
  • Die Notbetreuung und Hilfe für andere ist ebenfalls möglich.
  • Alle Betriebe sind angehalten, die Hygienevorschriften des Robert Koch-Institutes umzusetzen
  • Zuwiderhandlungen gegen diese Grundverordnung ziehen Ordnungswidrigkeiten- oder Strafverfahren nach sich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Thüringer Ministeriums Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF).

FAQ - Quarantäne-Regeln für Auslandsrückkehrer

Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, die sich seit dem 09.03 2020 außerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten haben, sind ab sofort für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr zur häuslichen Quarantäne verpflichtet. Die Verfügung des Landkreises gilt zunächst bis zum 19.04.2020.

1. Wann beginnt die Quarantänezeit?
Die Zeit zählt ab dem Zeitpunkt der Rückkehr. Wer beispielsweise am 14. März zurückkam, bleibt bis zum 28. März in Quarantäne.

2. Darf ich mit Bus und Bahn vom Flughafen nach Hause fahren?
Öffentliche Verkehrsmittel dürfen nicht genutzt werden. Der Transfer ist privat zu organisieren.

3. Bin ich verpflichtet, mich beim Gesundheitsamt zu melden?
Es besteht eine unverzügliche Meldepflicht, sobald Erkältungssymptome auftreten wie trockener Husten, Fieber, Schnupfen, Abgeschlagenheit oder Atemprobleme.

  • Telefonnummern Gesundheitsamt
    • (03693) 485 87 03
    • (03693) 485 87 04
    • (03693) 485 87 05
    • (03693) 485 87 06
  • Die Meldepflicht bei Symptomen besteht auch dann noch, wenn zuvor der Hausarzt oder der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst (116 117) informiert worden sind.

4. Wo darf ich mich während der Quarantäne aufhalten?
In der eigenen Wohnung. In dem Bereich des Grundstückes, der ausschließlich von einem selbst genutzt wird.

5. Was ist mit anderen Personen, die im Haus leben?
Der Kontakt mit anderen Personen in der Hausgemeinschaft ist untersagt.

6. Wie muss ich mich verhalten, wenn ich während der Quarantänezeit einen Arzt brauche?
Die Arztpraxis muss vor einem Besuch telefonisch über die angeordnete Quarantäne informiert werden. Ohne die Absprache ist ein Arztbesuch nicht erlaubt.

7. Gibt es Berufsgruppen, die von den Quarantäne-Regeln ausgenommen sind?
Personen, die im Gesundheitswesen und in der Pflege tätig sind. Personen, die medizinische oder pflegerische Produkte herstellen. Personen, die in Sicherheitsbehörden wie der Polizei oder der Feuerwehr und im Katastrophenschutz tätig sind. Betriebsnotwendiges Personal in der Wasser- und Energieversorgung, der Entsorgungswirtschaft und der Kommunikation.

8. Werden die Kinder der o.g. Personengruppen notbetreut?
Nein. Auch sie müssen die 14-Tage-Frist einhalten, bevor sie wieder in den Kindergarten dürfen.

9. Ich wohne nicht im Landkreis, arbeite aber hier. Wie verhalte ich mich?
Pendler dürfen ihren Arbeitsplatz im Landkreis nicht betreten. Homeoffice, sofern das möglich ist, ist erlaubt. Ausgenommen sind nur bestimmte Gruppen (s.a. Frage 7). Außerdem dürfen sie keine Verkaufsstellen oder öffentlichen Räume (s.a. Frage 2) betreten – abgesehen von ihrem Arbeitsort.

10. Ich bin Kraftfahrer und ständig im Ausland unterwegs. Wie verhalte ich mich?
Sie müssen sich nicht in Quarantäne begeben, aber bei der Be- und Entladung im Landkreis Schmalkalden-Meiningen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und einen Mindestabstand von drei Metern zu anderen Personen einhalten. Vor der Rückfahrt und nach dem Abladen sind die Hände zu desinfizieren. Den Kontakt zu anderen Personen sollten Sie möglichst vermeiden.

11. Was passiert, wenn ich die Anordnung nicht einhalte?
Wer vorsätzlich oder fahrlässig diese Anordnung verletzt, handelt ordnungswidrig und kann mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro belegt werden.

Hier geht es zur Internetseite des Landratsamtes.

Thüringenweit einheitliche Regelungen ab 19. März 2020, 24.00 Uhr

19.03.2020 | 16.00 Uhr |

Das Landratsamt Schmalkalden-Meiningen hat heute eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die alle bisherigen Festlegungen aufhebt und nach einem entsprechenden Erlass des Freistaates Thüringen landesweit gilt. Sie tritt ab Donnerstag, 19. März 2020, 24.00 Uhr, in Kraft. Ziel ist der Schutz der Bevölkerung vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus.

Die Allgemeinverfügung regelt unter anderem, welche Geschäfte, Unternehmen und Institutionen weiter geöffnet bleiben können und welche nicht. Fest steht, dass nun auch Gaststätten nach Thüringer Gaststättengesetz (Ausnahme: Speisen und Getränke, die zur Mitnahme bestimmt sind) und Friseurläden im gesamten Landkreis geschlossen werden. Auch Veranstaltungen, Versammlungen und Ansammlungen unter freiem Himmel sind verboten.  Sonderregelungen für Hochzeiten und Trauerfeiern sind ebenfalls ausgeführt. Zudem regelt die Allgemeinverfügung Besuchsverbote in Krankenhäusern und Betretungsverbote in Behindertenwerkstätten und legt fest, wie in noch geöffneten Einrichtungen und Geschäften der Infektionsschutz zu gewährleisten ist.   Auch Verhaltensregeln für Reiserückkehrer werden darin konkret angewiesen.   Die Verfügung gilt bis einschließlich 19. April 2020. „Ich kann alle Bürgerinnen und Bürger nur dringend auffordern, die Maßnahmen zu unterstützen und mitzutragen. Sie dienen der Gesundheit aller – insbesondere unserer älteren und vorerkrankten Mitmenschen“, so Landrätin Peggy Greiser. „Zuwiderhandlungen sind auch kein Kavaliersdelikt.“ Bei Verstößen drohen Bußgelder im fünfstelligen Bereich.  

Weitere Informationen zu den thüringenweiten Regelungen: www.tmasgff.de/covid-19/erlass-und-massnahmen

Die im Landkreis Schmalkalden-Meiningen geltende Allgemeinverfügung vom 19. März 2020 finden Sie hier.

Alle Allgemeinverfügungen des Landkreises Schmalkalden-Meiningen finden Sie auf der Internetseite des Landratsamtes.

Allgemeine Fragen und Antworten zu COVID-19

Newsticker des Landratsamtes

Alle aktuellen Informationen, zum Thema "Coronavirus im Landkreis Schmalkalden-Meiningen" finden Sie auf der Internetseite des Landratsamtes.

Zentrale Abstrichstellen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Termine nur über Hausarzt oder ärztlichen Bereitschaftsdienst Tel. 116117 | Kein öffentlicher Zugang

Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen werden die Corona-Tests gebündelt. Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT), viele engagierte Ärzte, die Kliniken im Landkreis und das Landratsamt Schmalkalden-Meiningen haben damit gemeinsam Strukturen geschaffen, um Arztpraxen und die normalen Stationen der Krankenhäuser von Patienten mit Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu entlasten.Wichtig: Termine bei diesen Stützpunkten werden nun über die Tel. 116117 und die ambulant tätigen Ärzte vermittelt. Der Zutritt erfolgt nur mit Termin, einen öffentlichen Zugang gibt es nicht. Ausschlaggebend für die Abstrich-Stützpunkte, sind die Planungsbereiche der Kassenärztlichen Vereinigung. Für den Planungsbereich Schmalkalden-Meiningen wird eine Abstrichstelle in Meiningen eingerichtet, für den Planungsbereich Suhl-Zella-Mehlis in Suhl. Die genaueren Informationen an die Patienten erfolgen über die Hausärzte beziehungsweise über die Tel. 116117.

Wichtig in diesem Zusammenhang: Am besten zu erreichen ist die Tel. 116117 über das Festnetztelefon (möglichst nicht über Handy), da Anrufe entsprechend ihrer Vorwahl direkt an die regionale Vermittlungszentrale geleitet werden können. Um die Erreichbarkeit über die bundesweite Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes zu gewährleisten, muss die Tel. 116 117 von anderen Anrufen entlastet werden. In den vergangenen Tagen haben sich nach Angaben der KVT an der Tel. 116 117 Anfragen zu jeglichen Themen rund um das Coronavirus (Kinderbetreuung, Umgang mit Reisen, regionale Regelungen zu Beschränkungen des öffentlichen Lebens, …) gehäuft. Dies hat dazu geführt, dass die Tel. 116 117 teilweise überlastet war und für Menschen, die ärztliche Hilfe benötigen, nicht zu erreichen war.Für Auskünfte zu nicht-medizinischen Themen rund um das neuartige Coronavirus gibt es eine Fülle von weiteren Hotlines. Ein Überblick findet sich auf den Internetseiten des Thüringer Gesundheitsministeriums auf www.tmasgff.de/covid-19#c674 und des Landratsamtes Schmalkalden-Meiningen (inklusive des Infotelefons des Landratsamtes) auf www.lra-sm.de. Viele Krankenkassen haben außerdem für ihre Mitglieder Hotlines geschaltet.

Helfer sein und Hilfe finden

Eine Corona-Helfer-Börse für gegenseitige Unterstützung in der Nachbarschaft hat das Zeitungshilfswerk „Freies Wort hilft“ ins Leben gerufen.

Die Corona-Krise trifft uns alle. Auch in Südthüringen. Wer kauft für ältere oder kranke Menschen ein, die nun zu Hause bleiben müssen? Wer kümmert sich um Kinder, deren Eltern arbeiten? Wer leistet Unterstützung für Besorgungen und Dinge, die man nicht mehr selbst erledigen kann oder will? Wer spricht einfach mal per Telefon mit Leuten, die nicht allein sein wollen in diesen Krisentagen? Fragen, die auch viele umtreiben, die selber ehrenamtlich helfen wollen und können. Wer helfen möchte, kann sich unter folgendem Link eintragen: https://www.insuedthueringen-miteinander.de/?fbclid=IwAR3jdOmHpvyrUGY8op_BEt9p6PlqMu1iOSZbgudHkySFA0UyQn1LizWcXS8.